Pückler, der Gastgeber

Unsere Menüs sind inspiriert von Pücklers Tafelbüchern, in denen seine Freude am Essen bis heute lebendig ist. In ihnen ist festgehalten, welche Speisen und Getränke gereicht und welche Gäste dazu eingeladen waren.

Das beste Diner“

Fürst Pückler war ein formvollendeter Gastgeber und legte größten Wert auf Tafelkultur, Tafelkunst und Tafelgenuss. Als ihn 1864 Königin Augusta von Preußen besuchte, ließ er zu ihren Ehren nicht weniger als zehn Gänge auftischen. Wie sehr Augusta die Gastfreundschaft und das Diner genossen hat, geht aus einem Brief hervor, den die Königin einen Tag nach dem Besuch beim Fürsten an ihren Gatten, König Wilhelm, schrieb: „Wir hatten das beste Diner dessen ich mich seit langen erinnern kann beim Fürsten gleich nach der Ankunft“.

Pücklers Tafelbücher

Die Kochkunst, die Tafelkultur und die Freude am Essen als grundlegender Bestandteil des fürstlichen Lebens sind in den Tafelbüchern erhalten geblieben, die Fürst Pückler von 1855 bis 1870 aufzeichnen ließ. Pücklers Sekretäre Albert Bidault und Wilhelm Masser, genannt Billy, haben hier über 16 Jahre minutiös festgehalten, was an der fürstlichen Tafel serviert wurde, welche Speisen und Getränke gereicht und welche Gäste dazu eingeladen waren.

Genuss und Geselligkeit

Die Tafelfreuden des Fürsten Pückler dienten neben dem Genuss vor allem der Geselligkeit und dem Austausch mit Gleichgesinnten. Bei der Anzahl der geladenen Gäste hielt sich der Fürst an die Maxime, dass die Zahl der Gäste nie unter der Zahl der drei Grazien und nie über der Zahl der neun Musen liegen sollte.

“Nach dem Kaffee ist jedes Menschenkind wieder frei.”

Fürst Pückler

Hausordnung für Gäste

Zu den Gästen des Fürsten zählten Vertreter aller Gesellschaftsschichten: Könige, Prinzen, Gräfinnen, Superintendenten, Gärtner von nah und fern, Pücklers Nichten – und manchmal einfach nur Billy, der Hofmarschall. Dabei liebte Pückler es locker und unkonventionell, pedantische Vorschriften waren nicht seine Sache. In seiner Branitzer Hausordnung, in der er Verhaltensregeln auch für seine Gäste niedergelegt hatte, gibt es daher alle erdenklichen Freiheiten und nur einen Zwang: Den, zum Dinner um 9 Uhr zu kommen. Nur eine Krankheit befreit von dieser Pflicht.

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"Wieviel mehr lebt man doch auf Reisen!"